Welchen Einfluss hat das Laden eines Elektroautos auf den persönlichen CO2-Fußabdruck?

Die Partner der interdisziplinären Forschungsgruppe, bestehend aus der Projektgruppe Wirtschaftsinformatik des Fraunhofer FIT, der STROMDAO GmbH, Evan GmbH, der Hochschule Mittweida und der Authada GmbH, sind im Förderprojekt ID-Ideal für den Anwendungsfall „Energie“ zuständig. Gemeinsam haben sie es sich zur Aufgabe gemacht, den CO2-Fußabdruck beim Laden eines E-Autos zu realisieren.

Eine für alle – alles in einer App!

Fabian Schwarzbeck ist Projektleiter beim Ökostromanbieter STROMDAO und erklärt: „Ziel ist eine Registrierung für alle Zugänge – ohne Passwort-Messing. Wir haben den Bereich Energie im Fokus, ganz konkret die Erfassung und Darstellung von CO2 Emissionen. Wir gehen davon aus, dass der CO2-Fußabdruck von Unternehmen und Produkten in Zukunft unter dem Gesichtspunkt des Klimawandels eine zunehmend wichtige Rolle spielen und auch Kaufentscheidungen beeinflussen wird.“

Die Aufgabe der Arbeitsgemeinschaft „Energie“ ist es, Systembetreiber im ID-Ideal Ökosystem die notwendigen Modulbausteine, Prozesse und Daten bereitzustellen, um Systeme mit „Energieintelligenz“ auszustatten, die quasi als „Auge im Netz“ funktionieren. Ziel ist es, eine zeit- und ortsgranulare Nachvollziehbarkeit der Stromherkunft bereitstellen zu können. Dies schafft eine Grundlage für die Analysen und Prognose der Erzeugung und des Verbrauchs unterschiedlicher Energiearten, sowie der daraus resultierenden CO2-Emissionen und -Einsparungen. Hierdurch hätten Stromkunden mit zuverlässigen CO2-Zertifizierungen eine komfortable Möglichkeit Energielieferanten wie z. B. Stromanbieter speziell nach dem Gesichtspunkt CO2-Fußabdruck zu beurteilen und auszuwählen, um die eigene CO2 Bilanz zu optimieren.

Nur exakte und sichere Daten sind gute Daten

Die Herausforderung besteht in der präzisen Abbildung der CO2 Mengen mit möglichst genauen Daten. Nur mit guten Daten wird ein größtmöglicher Effekt für den Klimaschutz erzielt. „Der schrittweise Austausch analoger Messgeräte mit intelligenten Messsystemen (Smart-Meter Rollout) ist ein Schritt in die richtige Richtung, allerdings bedarf es hier auch noch an Aufklärung, um die Bereitschaft zur Teilnahme zu erhöhen. Es gilt außerdem Vertrauen in das System zu etablieren. Sicherheit ist ein entscheidender Aspekt für die Systemakzeptanz. Dazu muss einerseits die Datenhoheit bei den Teilnehmern liegen, andererseits darf es aber auch nicht möglich sein Daten zu fälschen. Hier greift setzt das SSI-Paradigma, welches Kernpunkt des ID-Ideal Projekts ist, ein und bietet die Basis für eine gerätescharfe Digitalisierung von Energieanlagen.“, erklärt Fabian Schwarzbeck.

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